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Bettina Huber schliesst Promotion ab

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Herzliche Gratulation an Bettina Huber, die im Juni 2021 ihr Doktoratsexamen im Fach Philosophie bestanden hat! Prof. Dr. Markus Wild und Prof. Dr. Eva Weber-Guskar (Bochum) haben das Dissertationsprojekt betreut und begutachtet. Der Titel der Dissertation lautet: «Tierwürde als Übereinstimmung mit dem eigenen Selbstbild. Zur Klärung des Begriffs der Würde im Hinblick auf menschliche und nichtmenschliche Tiere».

In ihrer Arbeit entwickelt Bettina Huber einen präzisen Würdebegriff, der uns als theoretische Grundlage für die Ausgestaltung unseres Umgangs mit nichtmenschlichen Tieren dienen soll. Indem die Autorin die Themenfelder «Würde», «Tierkognition» und «Tierethik» verknüpft, wurde die bestehende Lücke im Hinblick auf die Würde nichtmenschlicher Tiere ausgefüllt. Ausgangspunkt des Disserationsprojekts bildete die Frage: Was meinen Sprecher:innen, wenn sie den Begriff «Würde» verwenden – speziell auch im Hinblick auf nichtmenschliche Tiere? Von dieser Frage ausgehend erarbeitete Bettina Huber in Anlehnung an Weber-Guskar das Würde-als-Haltung-Verständnis: Über Würde zu verfügen bedeutet mit dem eigenen Selbstbild, das aus bestimmten Wünschen und Überzeugungen besteht, in Übereinstimmung zu leben. Damit ein Subjekt über Würde als Haltung verfügen kann, müssen bestimmte Rahmenbedingungen gegeben sein. Am Beispiel im Zoo lebender Delfine zeigt Bettina Huber, inwiefern der entwickelte Würdebegriff einen Beitrag in moralischen Debatten leisten kann: Die Forderung nach einem Leben in Würde vermag Aspekte zu beleuchten, die mithilfe anderer moralischer Prinzipien nicht sichtbar gemacht werden können.
Bettina Huber hat den akademischen Bereich verlassen und ist nun als PR- und Marketing-Verantwortliche bei Swissveg, der Organisation für Veganer:innen und Vegetarier:innen, tätig.