Julia Wentzlaff-Eggebert

Julia Wentzlaff-Eggebert


Doktorandin (eikones – Zentrum für die Theorie und Geschichte des Bildes)

Büro

Rheinsprung 9/11
4051 Basel
Schweiz

Doktorandin (Philosophisch-Historische Fakultät)

Julia Wentzlaff-Eggebert

Forschungsschwerpunkte

Kant, Hegel und der Deutsche Idealismus, Kritische Theorie, Ästhetik

Vita

Julia Wentzlaff-Eggebert studierte 2012 bis 2018 Philosophie und Deutsche Philologie an der Universität Basel und Freie Universität Berlin. 2016 erhielt sie den Max Fäh Bachelor-Preis für die Bachelorarbeit «Die Allgemeingültigkeit des ästhetischen Urteils». Von August 2018 bis Juni 2019 forschte sie unter der Supervision von Prof. Béatrice Longuenesse am Departement of Philosophy der New York University als Visitng Graduate Student und Stipendiatin der Max Geldner-Stiftung und Böniger-Ris-Stiftung. Im Frühjahr 2019 war Julia Wentzlaff-Eggebert als Teaching Assistant an der New York University tätig. Seit September 2019 ist sie Doktorandin bei eikones Graduate School am Zentrum für die Theorie und Geschichte des Bildes unter der Supervision von Prof. Dr. Gunnar Hindrichs (Basel) und Prof. Dr. Béatrice Longuenesse (NYU).

PhD Projekt

Titel
Selbstbegriff und Bildkritik. Zur Kritik der reinen Bildlichkeit

Projektbeschreibung
Die Kernfrage des Projekts «Selbstbegriff und Bildkritik. Zur Kritik der reinen Bildlichkeit» lautet auf die kritische Kraft reiner Bildlichkeit. Im Fokus steht das Bild nicht nur als Objekt, Vehikel eines Objekts oder Sinneseindruck, sondern primär als abstrakte, d.h. in kantischer Terminologie, „reine“ Grösse und deren Funktion im Denkprozess.

Der spezifische Fokus auf reine Bildlichkeit gibt den Untersuchungsrahmen vor: Als Funktion im Denkprozess ist Bildlichkeit zunächst ein theoretischer Vorgang, d.h. gegenstandslos. Operiert aber Bildkritik ohne Bezug zu einem bestimmten Gegenstandsbereich, muss sie um sich selbst kreisen und thematisiert zuerst die Bedingungen des eigenen Deutungsrahmens. Innerhalb dieses Rahmens tritt nun die Frage nach der Bildlichkeit in der Gestalt von Erkenntniskritik auf, sofern sich Bildlichkeit weder als Gegenstand noch als Begriff denken lässt und doch zu beidem in einer jeweils komplexen Beziehung steht.

Die im Zuge des Projekts durchgeführte Kritik der reinen Bildlichkeit verlangt so eine dialektische Untersuchung: Sie fragt einerseits nach der theoretischen Kraft der Bildlichkeit im Zuge einer inneren Kritik der Grenzen des Erkenntnisvermögens, einer systematischen Störung also, die den Deutungsrahmen urteilender Subjektivität programmatisch transzendiert –, und sie stellt andererseits die Frage nach der Konsequenz dieser Überschreitungsfigur. Denn diese macht den Selbstbegriff kritischer Subjektivität aus, insofern das kritische Subjekt im Bildlichen nichts Gegebenes, sondern sich selbst bzw. die gegen sich selbst gerichtete kritische Aktivität wiederfindet.