Ort: eikones Forum, Rheinsprung 11, 4051 Basel
Veranstalter:
Philosophische Gesellschaft Basel
Was heißt es, von „Philosophie in der Öffentlichkeit“ zu sprechen? Philosophie erscheint dabei häufig entweder als wissenschaftliche Reflexion – nicht zuletzt in ihrem eigenen Selbstverständnis –, als bloßer Meinungsbeitrag oder als Quelle von Suggestion und Machtlegitimierung durch kulturellen Elitismus. Der Vortrag schlägt eine andere Perspektive vor: Philosophie als eine spezifische Technologie der Öffentlichkeit.
Öffentlichkeit wird dabei als eine institutionell und sprachlich geprägte Praxiswelt begriffen, in der Werte gesetzt, stabilisiert und verändert werden. Ausgehend von der These, dass öffentliche Entscheidungsprozesse wesentlich diskursiv organisiert sind, rekonstruiert der Vortrag Öffentlichkeit als ein Geflecht von Institutionen, Erwartungsstrukturen und Wertrelationen. In diesem Zusammenhang erscheint Sprache nicht bloß als Medium der Kommunikation, sondern als zentrale Komponente sozialer Koordination.
Ziel des Vortrags ist es, das Verhältnis von Philosophie und Öffentlichkeit jenseits einfacher Forderungen nach „Relevanz“ neu zu denken und die Rolle der Philosophie anders zu bestimmen: nicht als bloße Kommentatorin öffentlicher Debatten, sondern als Justierung von und Intervention in Wertordnungen. Philosophie wird so als eine Art Technologie verstanden: als Arbeit an den Institutionen, Erwartungsstrukturen und Wertrelationen, die Öffentlichkeit überhaupt ausmachen.
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