Ort: eikones Forum, Rheinsprung 11, 4051 Basel
Veranstalter:
Philosophische Gesellschaft Basel
Ausgehend von Timothy Williamsons Verständnis, „the aim of popular philosophy is to communicate recent research in academic philosophy to a wider audience“, möchte dieser Vortrag zeigen, dass ein solch eng gefasstes Modell von Public Philosophy grundlegende Probleme erzeugt. Ein reiner Wissenstransfer akademischer Forschung in die breite Öffentlichkeit genügt nicht den Anforderungen öffentlicher Aufklärung im kantischen Sinne - und diesen Auftrag sollte sie ebenfalls haben. Eine weitere Gefahr eines solchen Verständnisses von Public Philosophy besteht in der Objektivierung des Publikums: Wenn Zuschauer:innen lediglich als Empfänger:innen vorgefertigter Inhalte auftreten, bleiben sie bloße Rezipient:innen philosophischer Autorität und sind nur sehr selten Teil des denkenden Diskurses. Medienformate, in denen Expert:innen vor einem anonymen Publikum dozieren oder Fragen aus einer Position epistemischer Überlegenheit beantworten, verstärken diese Asymmetrie. Sie erzeugen die Illusion philosophischer Öffentlichkeit, ohne tatsächlich gemeinsames Philosophieren zu ermöglichen. Hier kann die Philosophiedidaktik einen wichtigen Beitrag leisten: Sie entwickelt Methoden des philosophischen Lehrens und Lernens und klärt, welchen Beitrag das Philosophieren zur Allgemeinbildung und Demokratieförderung leisten kann. Dabei liegt ihr Fokus längst nicht nur in der Lehrkräfte Ausbildung für den regulären Schulunterricht, sondern ebenfalls im Philosophieren mit Kindern, der Berufsschulausbildung und der Erwachsenenbildung. Der Vortrag möchte zeigen, welche Ansätze, Modelle und methodischen Werkzeuge die Philosophiedidaktik bereitstellt, um Public Philosophy zu erweitern und als eine Bezugsdisziplin anzuerkennen.
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