Prof. Dr. Maarten J.F.M. Hoenen


Professor (Professur Hoenen)

Büro

Steinengraben 5
4051 Basel
Schweiz

Vorlesungen FS19: Die Gesellschaft und das Gute

Das Wohlbefinden auf der Strasse, in der Tram oder im Park wie auch die Zuversicht, dass die Zukunft Gutes bringt, ist nicht etwas, das man allein in der Hand hat. Hier sind auch andere Menschen im Spiel. Dieses Zusammenleben regelt sich oft von selbst, etwa wenn man sich zu einem fröhlichen Abend trifft, es wird aber schwieriger, wenn es um eine grosse Menge, eine Stadt, eine Nation oder die globale Ordnung geht. Dann stehen verschiedene Interessen einander gegenüber und setzen den gesellschaftlichen Zusammenhalt unter Druck. Der Überblick fehlt, der Unmut wächst und der Egoismus wird zur Richtschnur. Diese Tendenz lässt sich heute vielfach beobachten. In der Vorlesung wird sie zum Anlass genommen, um die Frage nach dem Guten in der Gesellschaft zu stellen. Untersucht werden die Ideen zur menschlichen Gesellschaft, wie sie sich im Laufe der Zeit von Platon bis Karl Popper und Hannah Ahrendt entwickelt haben. Ausgangspunt ist die These, dass man aus der Geschichte lernen kann.

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Vorlesungen HS18: Die Bedeutung der Sprache

Sprache ist ein Mittel der Kommunikation und der Verständigung. Sie hilft beim Erschliessen von Sachverhalten und gibt Macht über die Dinge, kann Umstände jedoch auch verschleiern und anders darstellen, als sie sind. Die Sprache hat somit ein doppeltes Gesicht. Sie ist Dienerin der Wahrheit und der Lüge. Schön früh haben Philosophen sich über ihre zweideutige Natur Gedanken gemacht und sind dabei zu ganz verschiedenen Ansichten gekommen. Für die einen ist sie Symbol der Herrschaft, für die anderen Zeugnis der Torheit des Menschen. Besonders spannend werden die Debatten, wenn in Spätantike und Mittelalter diese philosophischen Überlegungen auf die religiösen Voraussetzungen des Christentums und Islams stossen, die als Religionen der Schrift und der Verkündigung jeweils ihre eigenen Auffassungen von der Bedeutung der Sprache verteidigen.
In der Vorlesung werden die wichtigsten Debatten über die Bedeutung der Sprache in der Vormoderne vorgestellt und diskutiert. Auch wird auf ihr Weiterwirken in der Moderne eingegangen. Im Mittelpunkt stehen Denker wie Aristoteles, Augustinus, Boethius, al-Farabi, Avicenna, Anselm von Canterbury, Cusanus, Descartes, Locke und Herder.

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Vorlesungen FS18: Aufbrüche in die Moderne

Der Weg in die Moderne, das Zeitalter des Individuums, der Gewaltentrennung, der Aufklärung und der Marktwirtschaft war keine notwendige Entwicklung, sondern das Resultat einer Fülle von Entscheidungen und Ereignissen, die in der Regel unabhängig voneinander stattfanden, jedoch im Laufe der Zeit ein Gesamtbild erzeugten, das für die Moderne charakteristisch ist. In der Vorlesung werden die philosophischen Weichenstellungen in diesem Prozess vorgestellt und diskutiert. Im Mittelpunkt stehen Denker aus der Zeit von 1250 bis 1750 wie Thomas von Aquin, Wilhelm von Ockham, René Descartes, John Locke und Gottfried Wilhelm Leibniz, die Ideen produzierten, die diese Entwicklung vorbereiteten, begleiteten und konsolidierten.

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Vorlesungen HS17: Wozu Geisteswissenschaften?

Die Geisteswissenschaften stehen unter Beschuss. Das gesellschaftliche Umfeld fragt nach ihrem Sinn und Nutzen für unsere Zukunft. Sind sie lediglich eine akademische Nebenbeschäftigung oder können sie den Menschen glücklicher machen und seine Kreativität und Innovationskraft steigern? In der Vorlesung werden die Bedeutung der Geisteswissenschaften für die Gegenwart herausgearbeitet und Möglichkeiten für ihre Neuaufstellung diskutiert.

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